100 Lehrkräfte aus 26 Ländern beim eTwinning-Workshop in Bonn
100 Fremdsprachen-Lehrkräfte aus 26 Nationen haben sich für drei Tage auf einem lebendigen „Marktplatz“ beim eTwinning-Workshop in Bonn getroffen. Hier konnten sie neue Partnerlehrkräfte finden und an Workshops z. B. zum Einsatz von Online-Werkzeugen in europäischen Schulpartnerschaften teilnehmen. Wieder zu Hause kommunizieren sie mit ihren neuen Partnerschulen auf dem eTwinning-Portal per E-Mail, Chat, Wiki & Co.
Ein buntes Programm erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Europäischen eTwinning-Workshops während der Veranstaltung. Nachdem am Donnerstagabend schon Gelegenheit zum ersten Kennenlernen bestand, startete am Freitag das offizielle Programm. Frühsport war angesagt, als die Lehrkräfte aus 26 Ländern jeweils in ihrer Landessprache vom Team der deutschen Koordinierungsstelle eTwinning begrüßt wurden und sich dabei den anderen Teilnehmern zeigen mussten. Nach einer Eröffnungsrede von Donatella Nucci, die extra aus Brüssel von der Zentralen Koordinierungsstelle angereist war, begeisterte James Chamberlain von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit seinem Vortrag zur interkulturellen Kommunikation.
Durch Praxisworkshops, in denen eTwinning-Lehrkräfte aus ihren Projekten berichteten und sich anschließend mit den Kollegen austauschten, konnten nun erste Ideen für eigene eTwinning-Projekte gesammelt werden. Das war auch nötig, denn auf dem nun folgenden „eTwinning-Marktplatz“ ging es einzig darum eine Partnerschule zu finden und Kolleginnen und Kollegen mit schönen Projektideen zu überzeugen. Das war gar nicht schwer, Jim Lewis aus Großbritannien sagt „Es passt alles so gut und es ist so einfach in diesem Rahmen die richtigen Personen zu treffen!“ Das meint auch die deutsche Teilnehmerin Silvia Henry, die nun gleich zwei neue Projekte starten wird: eines zur Weihnachtszeit und eines zum Thema Musik.
Am Wochenende wurden thematische Workshops angeboten. Sebastian Dorok erklärte den Fremdsprachenlehrkräften wie sie Podcasts in ihren Unterricht einbringen und diese mit ihren Schülern auch selbst erstellen können. Bei Daniel Eisenmenger ging es um den pädagogisch sinnvollen Einsatz von Chats, Internettelefonie und Videokonferenzen. Wie man mit dem europäischen eTwinning-Portal und dem virtuellen Klassenraum für Partnerschulen, dem TwinSpace, arbeit, erklärte Ellen Kammertöns vom deutschen eTwinning-Team. Viel Überraschendes über sich selbst und den Umgang mit anderen Kulturen erfuhren die Lehrkräfte im Workshop „Interkulturelles Lernen“.
Ein Rahmenprogramm und viele Netzwerkpausen später sagen die begeisterten Teilnehmer: „It was a most inspiring and wonderful event.“ Die meisten würden sofort wieder kommen und sind hoch motiviert. Jetzt heißt es aber erst einmal: ab nach Hause. Denn die vielen gesammelten eTwinning-Projekt-Ideen müssen nun in den Schulen Europas umgesetzt werden.
Bericht: Melanie Sender
Mehr dazu:
Podcast zur Veranstaltung (in englischer Sprache, Redaktion Katrin Schilling)

