Symbolischer Mauerfall mit eTwinning-Stein
Am 9. November fiel er zusammen mit 999 anderen Steinen in Berlin um: der eTwinning-Stein. 2,50 m hoch und 20 kg schwer war die Gemeinschaftsproduktion der deutschen Kurt-Tucholsky-Oberschule aus Berlin und ihrer italienischen Partnerschule ITSCG Enrico Fermi aus Lanciano. Das gemeinsame eTwinning-Projekt „1989“ gipfelte im symbolischen Mauerfall entlang des ehemaligen Mauerverlaufs.
Wie war das in der DDR?
In dem eTwinning-Projekt „1989- Storie di uomini e di donne” der beiden Schulen geht es schon seit dem Frühjahr 2009 um das Thema DDR und Mauerfall. Die Schülerinnen und Schüler wollten wissen, wie man in der DDR lebte und warum so viele Menschen dort geblieben sind. Über die eTwinning-Plattform www.eTwinning.net und einen gemeinsamen Blog tauschten sie Wissen und Erfahrungen zu diesen Themen aus und befragten Zeitzeugen.
Als in Berlin der Aufruf startete, einen eigenen Stein für den symbolischen Mauerfall am 9. November 2009 zu entwerfen, hatte Anja Bohn, Lehrerin an der Kurt-Tucholsky-Oberschule, die Idee diese Arbeit in das bestehende eTwinning-Projekt zu integrieren. Der Vorschlag wurde von den Italienern begeistert angenommen.
Kreative Stein-Gestaltung in beiden Ländern
In Italien konnten sich künstlerisch ambitionierte Schülerinnen und Schüler im Geschichtsunterricht an den Entwürfen versuchen, die dann im Kunstunterricht in Deutschland ausgewertet und ergänzt wurden. Die Italiener versuchten bei ihrem Entwurf nachzuempfinden, wie sich die ostdeutschen Menschen beim Mauerfall gefühlt haben müssen. Die Umsetzung dieser Ideen war ein großes Ereignis an der Berliner Schule. Für die Gestaltung des Steins opferten Lehrer und Schüler sogar ihre Freizeit.
Dominoeffekt mit eTwinning-Stein
Zur Dominoaktion am 9. November kam die italienische Partnerlehrerin von Anja Bohn, Grazia Fioretti, mit der Schülerin, deren Entwurf umgesetzt wurde, nach Berlin. Gemeinsam mit den Künstlern aus Berlin nahmen sie an der Aktion am Brandenburger Tor teil. Selbst der Regen konnte die Hochstimmung nicht trüben, als der gemeinsame eTwinning-Stein fiel.
Und das Projekt geht weiter…
Anja Bohn fliegt nun nach Lanciano um dort während einer Konferenz, betreut vom Verein Altr-Italia und dem Goethe-Institut, direkt Fragen der Schüler zur DDR und zum Mauerfall zu beantworten. Begleitet wird die Konferenz von einer Ausstellung, die die italienische Partnerlehrerin organisiert. Hierin finden sich viele Zeitzeugnisse von Eltern, Freunden, Lehrern und Verwandten der deutschen Partnerschüler.
Im Moment überlegen die eTwinner, die Aktion auf weitere Länder Europas auszudehnen und weitere Schulen einzubeziehen. Zum Beispiel könnten der Domino-Stein und die Zeitzeugnisse durch die Länder reisen…
Mehr dazu:
ITCG Enrico Fermi Italien, Lanciano
Kurt Tucholsky-Oberschule, Berlin
Das eTwinning-Projekt „1989…“
Ausschreibung 20 Jahre Mauerfall: sei dabei!
Europa 2009: 20 Jahre nach dem Fall der Mauer - ein weiteres eTwinning-Projekt zum Mauerfall



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